dinaschreibt

Es interessiert zwar keinen, aber…

Mein „erstes“ Weihnachten,…

Wer mir auf Twitter schon länger folgt und vielleicht auch meine Blogbeiträge liest, der weiß dass ich lange mit Depressionen zu kämpfen hatte. Der weiß, dass ich auf Grund dessen und anderer „lustiger“ Dinge wie einer Angsterkrankung, die Hochzeit meiner Schwester nicht besuchen konnte. Ich konnte nicht auf die Beerdigung meiner Oma gehen weil ich nicht die Angsterkrankung UND die Depressionen stemmen konnte. Dafür fehlte mir die Kraft.

Und was viele nicht wissen oder falsch verstehen,… ich habe keine Probleme mit vielen Menschen. Ich habe Probleme mit vielen Menschen die mir was bedeuten.

Ich fühle viel. Mehr als „normale“ Menschen. Das ist das Gute daran, das ist das Schlechte daran. Ich bin unglaublich glücklich wenn ich alle meine Lieben um mich habe.

Aber ich kann nicht gut umgehen mit ihren besorgten Gesichtern, in denen man sehen kann dass sie sich fragen wie es mir geht. Und mit mitleidigen Gesichtern die sich von Herzen wünschen, dass es mir gut geht,…

Und ich kann nicht gut umgehen mit den Sprüchen die mein Opa macht. Mit Lästereien über meine Tante, mit der meine Mutter und meine andere Tante seit einer Weile Schwierigkeiten haben. Mit der Art wie meine Eltern meinen Schwager manchmal behandeln. Mit der Vergötterung meines Opas durch meine Mutter und meine Tante.

Das UND die Depression zu tragen war mir einfach zu schwer. Ich konnte es nicht. Ja doch, vielleicht hätte ich es gekonnt,… aber wie im Blogbeitrag zuvor beschrieben war ich nicht sicher ob ich das alles stemmen könnte und dabei noch meine Funktion als Tante zu meiner Zufriedenheit ausfüllen.

Jedenfalls ist dieses Jahr alles anders. Dieses Jahr habe ich die Kraft (wie ich hoffe). Die Depressionen sind überstanden (wie ich hoffe). Dieses Jahr wird seit Jahren das erste, an dem ich Weihnachten wieder im Kreise meiner großen Familie feiere. Und wisst ihr was? Ich freu mich wie wahnsinnig.

Ich bin beteiligt an der Planung und an der Vorbereitung. Ich werde mit Kochen und Backen und meiner Schwester, bei der wir feiern, helfen so gut ich kann, damit das ein schönes Weihnachtsfest wird. Ich bin endlich wieder da. Und ich genieße es! Lacht nicht, ich hab mir zu diesem Zweck sogar extra eine Schürze gekauft! Der ganze bunte Haufen der sich meine Familie nennt wird versammelt sein und,… nun ja,… freut ihr euch auch schon so auf die Tweets?

Das klingt vielleicht für viele nach nichts Besonderem, aber für mich ist es der Sinn meines Lebens. Ein aktiver Teil meiner Familie zu sein. Ich hole mir grade mein Leben zurück,… Stück für Stück!

Und vielleicht könnt ihr dieses Jahr wenn ihr im Kreis eurer Lieben sitzt mal kurz an meine Worte denken, daran dass im Kreise seiner Lieben zu sitzen ein Glück ist, dass nicht jedem vergönnt ist,… und dann genießt es,… seht euch um, seht jeden an und freut euch, dass ihr das Glück habt ein Teil dieser Gruppe zu sein. Denn ihr könnt sicher sein, ich werde das tun. Endlich wieder!

Danke für eure Aufmerksamkeit. ❤

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Die Tante ist wieder da!

Wo fange ich an? Vielleicht kurz mit der Vorgeschichte. Als das mit den Depressionen losging hab ich mich zurück gezogen. Ich hatte mal geschrieben, dass ich es nicht ertragen konnte meine Nichte, den Menschen den ich auf der Welt am meisten liebte, anzusehen und nichts zu fühlen. Ich konnte es nicht.

Nun ja, irgendwann waren die Gefühle zurück. Die Angst aber nicht. Die Angst vor ihr zu stehen und immer noch nichts zu fühlen. Aber auch die ging irgendwann weg.

Schon seit einer ganz langen Weile ging es mir besser, auch die Angst nichts zu fühlen war weg. Die Liebe war in mich zurück gekehrt.

Aber trotzdem gab es noch etwas, was mich davon abhielt meine Nichte wieder zu sehen. Meine kleinen Zwillingsneffen kennenzulernen, die ich auf Bildern und Videos Millionen mal gesehen habe. Die ich schon ohne sie getroffen zu haben über alles liebte. Die ich aber noch nie knuddeln konnte. Die ihre Tante nicht kannten und das obwohl ich nur fünf Minuten Fahrzeit weg von ihnen lebe.

Der Grund ist folgender:

Viele meiner Probleme kommen daher, dass die Familie auf Seiten meiner Mutter ein, ich sag es mal wie es ist, negativer Haufen ist. Mein Opa hat sein Leben lang immer nur über alles und jeden gejammert und eine Fresse gezogen. Genau wie diverse andere Mitglieder dieser Familie. Wenn ich zurück denke ist das Haus meiner Großeltern ein Ort über dem dunkle Regenwolken hängen obwohl im restlichen Land die Sonne scheint.

Ich habe einiges von meinem Opa geerbt, nee nicht geerbt, abgeguckt sagt meine Psychologin. Dass sie mir das gesagt hat war wichtig, weil ich dadurch diese negative Haltung abstreifen und hinter mir lassen konnte. Was allerdings geblieben ist, ist die Angst.

Ich kann gar nicht in Worte fassen was für eine negative Ausstrahlung mein Opa schon seit frühster Kindheit auf mich gehabt hat. Eine so negative, dass ich davon beeinflusst wurde. Mein Opa ist nun alt. Und eine ganz lange Zeit habe ich die Befürchtung gehabt es wäre mein Schicksal nun sein Erbe anzutreten als der Jammerlappen der Familie. Ganz weg ist die Angst noch immer nicht.

Meine Psychologin, meine Familie, meine Freunde haben auf mich eingeredet, dass ich spinne und dass ich nicht bin wie er. Ich höre das, ich glaube das auch. Aber diese Angst,… das Letzte was ich wollen würde, wäre dass die Kinder irgendwann groß sind und sich daran erinnern wie die Tante immer traurig oder jammerig war.

Der Einfluss meines Opas und seiner Familie auf mich war so negativ, dass mein schlimmster Albtraum wäre diese Stimmung an die Kinder weiter zu geben. Ich weiß das ist schwer verständlich. Aber es ist das was ich fühle. Darum stand meine Entscheidung auch fest und wurde akzeptiert. Ich würde meine Nichte erst wieder treffen wenn die Depressionen überstanden sind. Ich würde meine Neffen erst kennenlernen wenn ich die Tante sein kann, die ich sein will, die ich bin.

Ja vielleicht kann man sagen besser eine Tante die schlecht drauf ist als gar keine Tante,… aber nein,… nein ich habe einfach so schlechte Erfahrungen mit negativen Menschen gemacht, die meine kleine Kinderseele zerfetzt haben,… nein! Dann lieber eine Weile keine Tante und dafür dann eine die aus vollem Herzen Tante sein kann.

Und ehrlich gesagt wurde ich auch in meiner Meinung bestätigt. Denn diese Woche war es endlich soweit. Es geht mir wieder so gut, dass ich endlich Tante sein kann. Aus vollem Herzen.

Diese Woche habe ich das erste mal seit die Depressionen anfingen meine Nichte wieder getroffen und meine Neffen kennengelernt.

Da ich kein Auto habe, hat meine Schwester mich mit den Zwillingen von zu Hause abgeholt und wir sind zu ihr gefahren. Schon während der fünf Minuten Fahrt haben die Jungs, die eigentlich extrem schüchtern sind wenn sie jemanden kennenlernen, mich angelächelt. Und als wir ausstiegen geschah ein Wunder und ich durfte als „Fremde“ meinen Neffen aus seinem Kindersitz schnallen und rein tragen. Das hätte normalerweise Tränen ausgelöst hat meine Schwester mir dann gesagt. Soweit so gut also.

Und kaum saß ich drin auf dem Sofa kamen die beiden an, haben sich an mich gekuschelt und mit mir gespielt. Ich hab mit ihnen Fangen gespielt, ihnen Tiere nachgemacht die sie mir in einem Buch gezeigt haben und mit ihnen getobt und gelacht. Ich war die Tante die ich sein will! Die Tante die ich bin!

Mittags dann haben wir alle zusammen meine Nichte aus dem Kindergarten abgeholt. Sie wusste nicht dass ich mitkomme, es sollte eine Überraschung sein. Und nach all der Zeit, ist sie gehüpft vor Freude, hat mich umarmt und gestrahlt: „Taaaaanteeeee!“ Ja Tante, meinen Namen benutzen sie nicht. Die Nichte nennt mich Tante. Und ich liebe das denn ich bin sehr sehr stolz auf diese Beförderung.

Wir sind dann mit den Dreien ins Einkaufszentrum gefahren und auf den Weihnachtsmarkt. Schon während der Fahrt hat sich meine Nichte mit mir unterhalten als hätten wir uns niemals nie nicht gesehen.

Dann waren wir Essen. Bei Nordsee, ihr erinnert euch an den Tweet den ich über meine Nichte schrieb, die sich kaputt lachte: „Ist das nicht witzig? Meine Fischstäbchen sind heiß! Hai wie der Hai im Meer und ßßßßß! Haiß!“ Meine Gene!

Es war toll! Auch da war ich die Tante die ich bin. Ich half den Zwillingen beim Essen, pustete ihr Essen kalt und half ihnen beim Trinken mit dem Strohhalm. Und den beiden gefiel das. Es war als würde ich sie schon ewig kennen. Na ja ewig, sie sind ja erst (kurz vor) zwei. Ihr wisst was ich meine.

Meine Nichte und ich haben Quatschfotos in so nem Fotoautomaten gemacht und ich hab meiner Schwester mit den Kindern geholfen wie ich es schon früher gemacht habe als nur meine Nichte da war. Es war wie früher. Mein Neffe hat sich von mir beruhigen lassen als er gefallen war und ein bisschen geweint hat. Meine Nichte als sie nicht die Eiskönigin Puschen bekam die sie wollte.

Das klingt für euch vielleicht nach: „Ja und?“ Aber es war toll. Die Kinder hatten richtig Spaß und ich auch denn ich konnte die Tante sein, die ich bin. Und nicht so ne jammerige Transuse. Es war richtig zu warten bis es mir gut genug geht um meinen alten geliebten Job als Tante wieder aufzunehmen, weil ich den Job jetzt wenigstens sehr gut erfülle!

Meine Schwester hat mir hinterher am Telefon noch einmal gesagt wie ungewöhnlich es war, dass die Kinder direkt so vertraut auf mich reagiert haben, aber dass sie sich nicht wundert denn ich bin halt Mamas Schwester. Irgendwie merken die diese gute Verbindung zwischen uns vermutlich auch. Und meine Nichte war sehr glücklich und hat ihr erzählt es war wie immer. Das ist Gut! Wie immer ist sehr gut!

Ich bin wieder das wofür ich den ganzen Kack mit den Depressionen durchgestanden habe. Mein Lieblingsjob in der Familie. Ich bin gerne Enkelin, Tochter, Schwester, Nichte,… aber meine Position als Tante,… die erfüllt mich mit Stolz! Also, ihr erlebt mich sehr glücklich. Der wichtigste Schritt meines Comebacks ist getan. Ich bin wieder Tante!

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Das Märchen vom Mädchen im Verließ ohne Wände

Es war einmal eine Prinzessin,… oder nee, wisst ihr was? Machen wir das Mädchen mal eeeetwas realer. Denn diesmal bin die Frau aus dem Märchen ich.

Es war einmal die Tochter eines Tischlers und seiner Frau. Ja, das bin ich!

Die Tischler Tochter hatte eine wundervolle Kindheit. Umgeben von einer riesigen Familie. Beschützt von Rittern, die all die Monster und Drachen aus der Außenwelt von dem kleinen Dorf in dem sie aufwuchs fernhielten. Darum wusste sie auch lange Zeit gar nicht, dass es diese Monster überhaupt gab.

Bis sie sich dann auf machte und in die Welt aufbrach um sie zu erkunden.

Klar sie traf auf verschiedene Monster, aber sie kam eigentlich im Großen und Ganzen gut klar.

Und das obwohl da schon ein paar echt fiese Monster dabei waren. Der Tod zum Beispiel, diese grauenhafte schwarze riesige Gestalt, die bedrohlich über geliebte Menschen herfällt und sie aus dem Leben reißt, gemeinsam mit einem Stück vom Herzen all derer, die die geraubte Person liebten.

Oder die gruseligen Männer ohne Herz, die sie behandelten wie einen Gegenstand. Und die sie so schlecht machten, dass sie selbst irgendwann damit anfing sich schlecht zu machen, im glauben sie hätten Recht.

Sie kämpfte und fiel und stand wieder auf. Und dann kämpfte sie wieder. Unter anderem mit sich selbst, weil sie spürte dass sie Dinge konnte, die viele andere nicht konnten. Und weil sie nicht damit klar kam. Weil sie dachte sie müsste sich anpassen.

Und währen sie versuchte ihr Leben so gut sie es konnte zu meistern, bemerkte sie nicht das größte Monster dem sie sich je stellen musste, wie es sich leise von hinten anschlich. Wie es sich an sie schmiegte und mit seinem eiskalten stinkenden Atem einen Fluch über sie brachte, der ihr den Verstand rauben und das frühe Ende bringen sollte.

Und kaum war der Fluch gesprochen, wich all die Fröhlichkeit, die Liebe aus ihrem großen Herzen, die Zuversicht und die Gabe das Schöne in der Welt zu sehen völlig aus ihrem Körper und verflüchtigte sich in die Luft wo sie eine große schwarze Wolke über sie errichteten, die jegliches Sonnenlicht von ihr fern hielt.

Sie verstand nicht was passierte und es war ihr auch völlig egal. Sie hörte die Menschen um sie herum auf sie einreden, verstand aber kein Wort. Sie versuchte sich ans Licht zu kämpfen, kam aber nicht vom Fleck. Sie versuchte zu schreien aber niemand hörte auch nur einen Ton von ihr. Das einzige was sie fühlte war Schmerz, Trauer, Wut und die heißen Tränen die ihr über die Wangen rollten. Unaufhörlich.

Man brachte sie in das Dorf in dem sie aufgewachsen war. Zurück in den Kreis ihrer Familie. Sie war umgeben von Liebe doch sie spürte sie nicht. Sie kam einfach nicht an sie heran obwohl sie diese zum überleben so dringend gebraucht hätte! Sie war gefangen. Gefangen in einem Verließ ohne Wände.

Ihre Familie, ihre Freunde redeten auf sie ein, doch sie konnte sie nicht hören. Und viel schlimmer. Sie konnte sie nicht spüren. Sie fühlte nichts! Sie sah ihre Mutter an und fühlte nichts. Sie sah ihren Vater an und fühlte nichts. Sie sah ihre Schwester an und fühlte nichts. Und was ihr den Rest gab,… sie sah ihre kleine Nichte, ihr Baby dass sie so sehr geliebt hatte an,… und fühlte nichts! NICHTS!

Darum schickte sie alle weg. Sie konnte es nicht mehr ertragen all diese Menschen die sie mal so geliebt hatte, die sie ihr Leben lang geliebt hatte, um sich zu haben und nichts zu fühlen. Nur ihrer Mutter gestattete sie, sie zu begleiten auf ihrer Reise, um ihr zu helfen. Denn sie war inzwischen so schwach, dass sie nicht einmal mehr essen wollte.

Im Grunde wollte sie nur noch sterben, denn das Leben war so nicht mehr lebenswert für sie. Das einzige was sie davon abhielt auf die Stimme in ihrem Kopf zu hören, war ihr kleiner Hausdrachen Bruno, der so an ihr hing, auch wenn sie auch für ihn mehr Verantwortung als Liebe empfand,… und ein klitzekleiner Funken Hoffnung.

Die Stimme in ihrem Kopf war hartnäckig. Hartnäckig und laut! Sie schrie sie an, Tag für Tag, Nacht für Nacht: „Tu es du wertloses Stück Dreck! Bring dich um! Komm, nimm die Tabletten, nimm sie alle! Niemand würde um dich weinen! Sieh dich doch an! Deine Familie weint jeden Tag um dich, du bist doch nur noch eine Last für sie! Befrei sie! Befrei sie und bring dich endlich um damit sie das glückliche Leben führen können, dass sie verdient haben!“

Und fast,… fast hätte sie nachgegeben,… hätte sie auf diese Stimme gehört,… doch da geschah es.

Womit das Monster, dass diesen Fluch über sie ausbrachte nicht gerechnet hatte war, dass diese kleine verdammte Kämpferin sich so lange wehren würde. So lange kämpfen würde. Dass sie sich Hilfe holen würde von einer magischen Psychologin. Und dass ihre Familie nicht aufgeben würde. Alle redeten auf sie ein, auch wenn sie nicht gehört wurden. Und irgendwann wurde ihr das millionste Mal  gesagt: „Es wird besser werden! Kämpfe! Wir brauchen dich! Die Welt braucht dich!“ Und ganz leise,… ganz ganz leise,… da hörte sie es! Sie hörte was ihre Psychologin in all ihren weisen Worten und magischen Sprüchen ihr da sagte. Sie hörte was ihre Familie ihr sagte. Las was sie ihr schrieb.

Erst nur neblig, ganz leise. Doch sie konzentrierte sich so sehr darauf, sie wollte es so dringend hören, dass die böse Stimme irgendwann in den Hintergrund geriet. Oh sie hat lange gekämpft. Jahrelang kam sie immer und immer wieder, versuchte die Macht über sie zu übernehmen. Zu Anfang gelang das ganz gut, aber jetzt wusste die Tischler Tochter ja was zu tun war. Sie hatte diese Stimme einmal besiegt und sie konnte es wieder. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Und die Stimme wurde schwächer. Und schwächer. Und schwächer.

Ab und zu flüstert sie noch, mit letzter Kraft, aber das überhört die Tochter des Tischlers gekonnt. Und als sie ihre Lieben wieder hören konnte. Da konnte sie auch plötzlich wieder fühlen. Oh Gott und fühlen ist so wundervoll. Sogar Vermissen fühlt sich für sie ganz wundervoll an, weil man nur vermisst, wen man liebt. Und endlich, endlich kann sie wieder lieben.

Sie sieht ihre Mutter an und liebt. Sie sieht ihren Vater an und liebt. Sie sieht ihre Schwester an und liebt. Und sie sieht ihre Nichte an und dazu die zwei Neffen die ihre Schwester während der Zeit des Kampfes zur Welt brachte…. UND SIE LIEBT!

Der Kampf hat Jahre gedauert. Er war anstrengend. Und es war verdammt knapp. Aber die Tochter des Tischlers hat viel gelernt. Sie hat gelernt wie verdammt stark sie ist. Und das obwohl sie ihr Leben lang dachte sie wäre ein Schwächling. Sie hat gelernt dass sie ein wertvoller Mensch ist und gute Behandlung verdient hat. Sie hat so viele Dinge gelernt, über sich, die Welt, die Menschen.

Und auch wenn sie keine Prinzessin ist, ich finde die Heldin eines Märchens zu sein hat sie verdient.

Und wer weiß schon was die Zukunft bringt,… vielleicht hat sie ja genau rechtzeitig die Liebe in sich wieder gefunden.

Und die Moral von der Geschicht:

Man kann das Monster besiegen, nur aufgeben dürft ihr nicht!

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Planung ist alles,…

Ich komme aus einer sehr durchorganisierten Familie. Wir fühlen uns erst richtig wohl wenn es was zu planen oder zu organisieren gibt. Und ich gebe zu, mir macht das auch Spaß. Wenn man es nicht unnütz macht. Denn ansonsten ist es für mich einfach nur Zeitverschwendung. Trotzdem falle ich immer wieder drauf rein, ich sehe es nicht kommen, oder ich kann es nicht verhindern, ich weiß nicht warum!

Wovon ich rede? Also das erkläre ich am besten anhand eines aktuellen Beispiels,… dem Grund warum ich das jetzt aus mir raus schreiben muss damit ich nicht laut los schreie.

Also. Wie alle wissen, Weihnachten steht vor der Tür. Nicht unmittelbar, aber für meine Familie durchaus nah genug um schon einmal mit der Planung zu beginnen. Also saß meine Mutter letzten Freitag hier, wir tranken Tee und unterhielten uns:

„Also, was denkst du? Wie viele Kilo Ente brauchen wir für 10 Personen?“

„Sind wir denn nur zehn?“

„Rechnen wir doch mal aus, also deine Schwester mit Familie sind fünf. Dann deine Tante mit Familie auch,… dein Cousin bringt seine Freundin mit, ich hab gesagt das ist okay!“

„Natürlich ist das okay,… okay also dann noch du und Papa und Opa und ich. 14. Wir sind 14 Mama!“

„Oh ha, das ist aber viel Ente! Wir müssen die Zwillinge aber mit rechnen, die essen ja besser als wir anderen alle!“

„Ja ich weiß, also Ente für 14 Personen!“

„Es soll aber auch Rinderbraten geben.“

„Okay, trotzdem, lieber zu viel als zu wenig!“

„Richtig! Ich kaufe drei Kilo, von jedem, das müsste reichen, es gibt ja auch noch Beilagen!“

„Und Suppe. Und Nachmittags Torte!“

„Ach so nein, Torte soll es diesmal nicht geben. Die isst keiner so wirklich gerne, du backst auch immer so hübsche Kekse, da kaufen wir noch irgendwelche Plunderstücke dazu das reicht. Da kaufen wir lieber mehr Ente. Mh ich kaufe vier Kilo!“

„Was soll es denn dazu geben?“

„Ich dachte Kartoffeln,…“

„Ja schon klar, Gemüse meine ich,… Rosenkohl? Ah und bitte Speckbohnen!“

„Da nehmen wir aber Schnippelschinken und braten den, das geht dann schneller und…“

„Näh Mama! Gibts nicht, ich roll die in Bacon ein. Das wird vernünftig gemacht!“

„Na gut. Rotkohl gibts auch!“

„Birnen mit Preiselbeeren auch?“

„Übertreib nicht!“

„Was? Das ist ja wohl nicht aufwendig!“

„Nein, aber das muss ja auch gegessen werden.“

„Okay,… Getränke,…“

Das ging dann eine Stunde lang so weiter. Danach noch zwei mal eine halbe am Telefon. Aber hey. Dann war alles organisiert, die Aufgaben verteilt, die Einkaufsliste fertig.

Eben ruft mich meine Mutter an: „Wir essen jetzt doch Wild. Ich komm Donnerstag vorbei, dann besprechen wir das!“

IMMER WIEDER! Und ich weiß jetzt schon, dass es noch drei bis zwölf mal umgeschmissen wird und neu geplant werden muss.

Aber hey,… eine gute Planung ist ja alles, ne?

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Die schrillen Drei auf großer Fahrt

Meine Mutter fährt morgen mit ihrem Papa und ihrer Schwester in den Urlaub. Mein armer kleiner Cousin und mein Onkel müssen auch mit, die armen Schweine.

Diese Reise wird nicht einfach für die beiden, da ja Papa verhätschelt wird wo es nur geht.

Die Reise geht schon mal damit los, dass mein Opa darauf bestanden hat, dass mein Vater ihm einen Routenplan ausdruckt. Denn er traut seinem Schwiegersohn nicht zu, den Weg zu finden. Und darum will er ihm (zusätzlich zum Navi was ja bekanntlich überhaupt nix taugt,…) während der Fahrt Anweisungen geben wo er lang fahren muss.

Dann kommen wir mal zur Sitzplatzaufteilung, denn mit fünf Personen in den Urlaub in einem gewöhnlichen Auto ist ja auch ein bisschen eng. Vor allem wenn meine vollschlanke Mutter und meine Tante mit ihrem gebärfreudigen Becken mit meinem Cousin hinten sitzen müssen während mein 1,60 m großer Opa mit seinem 50 Kilo Mini Popo vorne sitzen darf. Muss er ja, schon alleine wegen der Fahranweisungen für meinen Onkel. Das werden lustige 800 Kilometer.

Ich bin auch ein Fan davon unterwegs zu picknicken und ausreichend Verpflegung mit zu haben. Aber wenn man dann beobachten muss wie meine Mutter meinem Opa von hinten die Weintrauben und die Käsewürfel reicht, dann vergeht einem schon irgendwie alles.

Damit Papa nicht verhungert beim Frühstück nach der langen Nachtfahrt, hat meine Mutter auch eine Käseplatte im Koffer. Das ist kein Witz Freunde. Meine Mutter legt eine Käseplatte in ihren Koffer!!!

Und abschließend wäre zu sagen: Ich gebe zu, auch wenn ich soooo so froh bin nicht dabei sein zu müssen. Es wäre sicher amüsant da mal Mäuschen zu spielen. Nun ja, freuen wir uns auf die Erzählungen meines Onkels wenn sie wieder zurück sind.

Bis dahin, gute Fahrt!

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Eimer in Gang 6,… da hat sich einer ausgekotzt!

Heute benutze ich den Blog mal wieder als Therapiebuch. Ihr müsst das also wirklich nicht lesen, ich kotze mich hier nur aus. Wen es aber interessiert,… taucht ein in die bekloppten Tiefen meiner Familie.

Nachdem ich in der letzten Nacht schon die zweite Nacht in Folge einen Albtraum hatte in dem ich mich mit meiner Mutter gestritten habe, dachte ich, ich sollte meine Gedanken vielleicht doch mal hier in einem Beitrag abladen.

Vielleicht hilft es ja und ich kann wieder von erfreulicheren Dingen träumen.

Wo fang ich an? Das Problem was jeden in der Familie nervt, mich damit schon seit 34 Jahren inzwischen, sind die merkwürdigen Familienverhältnisse auf der familiären Seite meiner Mutter.

Meine Großeltern haben immer von morgens bis abends gearbeitet, weil ihnen Wohlstand schon immer wichtiger erschien als familiäres Zusammensein. Daher wuchsen die drei Töchter bei den Großeltern auf und wenn Mama und Papa mal Zeit hatten, hatten sie oft schlechte Laune. Meine Oma war sehr streng und mein Opa hat damals ziemlich viel getrunken wenn er denn mal grade nicht gearbeitet hat.

Versteht mich nicht falsch, sie haben auch mal Urlaub mit den Kindern gemacht und waren liebe Eltern. Aber meistens war dafür eben nicht genug Zeit.

Und so haben wir heute drei Frauen zwischen 50 und 60, die immer noch der nie ausreichend erhaltenen Liebe ihres Vaters nachjagen.

Ich hatte glaube ich schon mal erklärt, dass meine Mutter unseren Opa über alles stellt. Und das auch ganz offen lebt. Wenn sie es aus welchen Gründen auch immer bloß schaffen würde einen Menschen vor dem Fall in eine tiefe Schlucht zu bewahren, sie würde meinen Opa retten. Nicht meinen Vater, ihren Mann. Nicht ihre Töchter. Nicht ihre Enkelkinder. Nein, sie rettet ihren über 80 jährigen Vater. Und das kam von ihr so, das ist keine Interpretation ihres Verhaltens, sie hat das klipp und klar so gesagt.

Und damit aufzuwachsen und zu leben ist nicht leicht für Kinder und für einen Ehemann auch nicht.

Die Enkelkinder dürfen nicht so laut sein wenn Opa da ist weil ihn das stört. Der Ehemann kriegt Ärger wenn er sich aus seinem eigenen Kühlschrank Käse nimmt weil der ja für „Papa“ bestimmt war, der am nächste Woche zum Frühstück vorbei kommt.

Höflichkeit gibts beim „Papa“ meiner Mutter nicht, das heißt doch, er erwartet sie von anderen, wendet sie aber nicht bei anderen an.

Was „Papa“ sagt ist Gesetz, alles wird nach ihm ausgerichtet, jeder hat danach zu leben wie es dem Oberpaten der Familie genehm ist.

Und das Blöde ist, er ist zwar echt ein schwieriger Mensch, aber das was uns an ihm wirklich nervt ist nicht einmal seine Schuld, es ist das Theater, das meine Mutter um ihn macht.

Und ab und zu da ist so ein Fass dann voll und wir alle laufen über. Klar, man könnte sagen warum tritt man Frau Mutter dann nicht mal in den Arsch,… weil meine Mutter ansonsten ein recht lieber Mensch ist. Sehr liebevoll und denkt immer an das Wohl der anderen. Vorausgesetzt halt das überschneidet sich nicht mit dem Wohl von „Papa“.

Und das ist jetzt nur die Vorgeschichte!

Jetzt mal zu den Familienaufteilungen,… es gibt da uns, meine Schwester samt Familie, unseren Vater, als sie noch lebten unsere Großeltern,… die Familie väterlicherseits, null Egoismus im Blut. Scheiß aufs Geld. Harmonie pur. Und dann gibts da meine Mutter und ihre Sippe (mit ein paar wenigen Ausnahmen wohlgemerkt). Die denken nicht gern an andere, darum machen sie es auch nicht. Sie interessieren sich null für andere, nicht mal für die engsten Verwandten. Und Geld, Geld ist alles.

Meine Mutter ist so ein Mittelding, sie hat sich an uns angepasst, ist sehr liebevoll wohl gemerkt, aber man merkt eben wo sie her kommt. Denn sie interessiert sich oft nur für dich wenn es ihr Vorteile bringt um damit bei „Papa zu punkten“. Das kommt auch so von ihr. Sie und meine Tanten versuchen sich gegenseitig auszustechen darin bei Papa zu punkten. Oder eben wenn sie den Kopf grade nicht voll mit „Papa“ Kram hat, dann kann man auch Interesse von ihr bekommen.

Nebenbei, ich will damit nicht sagen, dass die Seite meines Vaters ganz toll ist und dass wir besser sind, null Egoismus und Harmoniesucht ohne Ende ist auch nicht wirklich leicht und bringt nur Vorteile. Im Gegenteil, aber es steht halt im Gegensatz zu dem was die andere Seite ausmacht.

Und dann das liebe Geld. Meine Mutter ist ein dermaßen großer Raffzahn, dass es schon Brechreiz in mir auslöst manchmal. „Wenn dein Opa tot ist, dann müssen wir zusehen, dass wir Zugang zum Konto haben, damit wir ans Geld kommen.“ Sicher, man muss sich über solche Dinge vielleicht mal Gedanken machen. Aber wenn mein Opa tot ist, bin ich erst mal traurig. Und ganz ehrlich, meine Schwester und ich haben schon klipp und klar gesagt wir streiten uns da mit niemanden um irgendwelches Geld. Entweder man einigt sich und jeder kriegt seinen Anteil oder die anderen gönnen es uns nicht es fair aufzuteilen, dann müssen sie es eben nehmen und mit dem dicken Minus auf dem Karma Konto leben. (Da kommt wieder diese Harmoniesucht und der fehlende Egoismus ins Spiel der einem dann manchmal nimmt was einem zusteht. Aaaber auch mehr Gelassenheit bringt.)

Meine Mutter trauert aber nicht, die zählt erst mal das Geld aus den Umschlägen der Beileidskarten. Und das ist es was mich echt an den Rand des Wahnsinns treibt.

Sie hat mir vorgeschlagen einen eventuellen Bingo Gewinn (wir spielen zusammen Bingo die Umweltlotterie für die GANZE Familie) meinem Vater und meiner Schwester zu verheimlichen und es unter uns beiden aufzuteilen. Sie gönnt nicht mal ihrem Mann und ihrer Tochter und den Enkeln ihren fairen Anteil. Und das ist der Punkt wo ich eben mit ihr uneinig bin.

Wenn ich das alles so lese erscheint mir das alles total durcheinander. Weil da noch so viel mehr dran hängt. Das sind krankhafte Familienverhältnisse, die da ablaufen und ich kann gar nicht richtig ausdrücken warum das alles so doof und anstrengend ist manchmal.

Wenn ihr mal einen Einblick wollt in das was mein tägliches Erleben ist, hier noch die neuste Geschichte:

Heute rief meine Mutter mich an und fragte ob man bei eBay sehen kann was Leute in der Vergangenheit verkauft haben. „Ja Mama, wenn die Kunden das bewertet haben oder der Verkäufer, dann kann man das auch nachlesen. Wieso?“ „Weil dein Opa sein Fernglas vermisst und wir mal gucken wollen ob deine Tante das nicht vielleicht verkauft hat! Das hat die bestimmt verkauft, das hat mal 1000 Mark gekostet!“ „Das kann ich mir nicht vorstellen Mama, das würden sie nicht machen.“ „Doch ganz bestimmt, guck mal nach!“ „Na gut, wie heißen die bei eBay?“ „Das weiß ich doch nicht!“ „Toll, dann muss ich erst mal gucken ob ich die anhand des Ortes finde.“ Es folgte eine vergebliche Suche. „Mama frag doch mal Tante M. die weiß doch den Namen, dann soll die gucken.“ „Mach ich!“ „Aber mal ganz ehrlich Mama, das traust du denen nicht wirklich zu?“ „Doch auf jeden Fall, die haben das ganz sicher geklaut und verkauft!“ „Aber die sind doch nicht blöd, die wissen doch, dass man das dann in den Bewertungen sehen kann.“ „Dann haben die das sicher Freunde von denen verkaufen lassen! Oh ganz bestimmt sogar, so gerissen!“ „Mama das blöde alte Fernglas ist diesen ganzen kriminellen Aufwand doch überhaupt nicht wert!“ „Dann haben sie es versteckt, damit er einen blöden Urlaub hat!“ Und so weiter und so weiter. Ich hab nebenbei bei WhatsApp an meinen Vater und meiner Schwester geschrieben was da schon wieder los ist und mein Vater schrieb dann: „Deine Mutter hat mich schon auf der Arbeit angerufen deswegen, ich hab ihr auch schon gesagt Opa wollte vor ein paar Monaten das Fernglas zur Reparatur geben, wenn der das mal nicht nur vergessen hat abzuholen,…“ Aber da Papa unfehlbar ist, ist das natürlich unmöglich. Also wird in unserer Familie jetzt die Zicke wild gemacht weil Opas Fernglas verschwunden ist. Dann der Lösungsvorschlag meiner Mutter: „Ich hab Papa (ihren Papa, meinen Papa nennt sie schon immer deinen Vater“) erst mal gesagt er soll beim Mittag ganz geschickt sagen: ‚Ihr habt euch doch mein Fernglas geliehen, ich brauche das dann jetzt wieder.'“ „Aber Mama,… haben sie es sich denn geliehen?“ „Nein.“ „Dann ergibt das doch gar keinen Sinn. Dann halten die ihn höchstens für senil und lassen eine Pflegestufe für ihn einrichten.“

Ich weiß ich trage sicher auch null Sinnvolles dazu bei. Und ich weiß ich sollte auflegen und mich dem ganzen Scheiß entziehen wenn er mich so nervt. Aber wenn man seine Mutter liebt ist das eben alles nicht so einfach.

Also kotze ich mich bei meinem Vater aus und bei meiner Schwester, bei meiner besten Freundin und in diesem Block. Aber hey, Familie ist eben nicht immer NUR schön. Mit den vielen Vorteilen einer großen Familie kommen eben immer auch ein paar Nachteile mitgeliefert. Und ich würde sie trotzdem nicht hergeben wollen.

Und falls ihr den Scheiß und das Problem nicht versteht,… keine Angst. Ich lebe da seit über 30 Jahren mit und verstehe es auch nicht.

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Was ist bloß mit Dina los?

Wie viele vielleicht bemerkt haben, fand (nicht nur äußerlich) eine Veränderung bei mir statt. Und da ich nun schon mehrfach gefragt wurde, dachte ich, antworte ich in einem Blog Artikel auf diese Frage.

Vielleicht habe ich einfach grade nur eine gute Phase, die würde dann zwar schon extrem lange andauern aber wer weiß. Wahrscheinlicher aber ist es, dass ohne dass ich oder meine Psychologin es gemerkt haben, ich die Depressionen meiner Oma nach dem Tod meines Opas aufgefangen und mit durchlitten habe.

Sowas kann ich nämlich gut. Die Gefühle von Menschen denen ich begegne in mich aufnehmen und mitfühlen. Manchmal sogar stärker als sie selbst es empfinden. Weil ich nämlich leider keinerlei Schutzmechanismen das betreffend habe/hatte.

Und wenn ich jemanden liebe, sehr liebe, so wie meine Oma. Dann kann ich an dem Schmerz der Person auch mal mit zerbrechen.

Wer meine vorherigen Blog Artikel gelesen hat weiß, meine Oma war sehr unglücklich nachdem sie meinen Opa verloren hat. Sie musste mehrere Antidepressiva in hoher Dosierung nehmen um überhaupt zu überleben. Sie hat sich jeden Tag gewünscht bald zu meinem Opa zu dürfen und so etwas als liebender Angehöriger mitzuerleben ist wahrlich nicht leicht. Während ich euch davon berichte laufen mir auch wieder die Tränen, weil dieser Schmerz so furchtbar stark war.

Als meine Oma vor ein paar Monaten starb, war ich wie betäubt. Mein Vater kam mich besuchen, erzählte mir dass Oma jetzt bei Opa sei und ich,… nichts. Ich weinte nicht. Es hat acht Tage gedauert bis ich richtig weinen konnte. Bis dahin lief in meinem Körper irgendein Prozess ab. Auch danach noch.

Ich habe kaum geweint weil sich alles so richtig angefühlt hat. Versteht mich nicht falsch, ich vermisse meine Oma. Aber ich war und bin einfach so erleichtert, dass sie wieder glücklich ist. Und dort wo sie hin wollte.

In mir tobte dann ein Kampf, denn ich hatte ein schlechtes Gewissen, dass es mir plötzlich wieder gut ging. Ich konnte wieder atmen, die Welt war wieder bunt, die Wolken haben sich verzogen. Es war als wären die Depressionen mit meiner Oma mit gestorben. Als hätte sie mir die schlimmen Gefühle aus dem Leib gerissen und mit sich genommen als sie uns verließ.

Sie hat mich sehr geliebt, uns alle, darum finde ich die Vorstellung tröstlich.

Ich habe lange mit meinen Ärzten, meiner Familie, meinen Freunden darüber geredet was in mir vorging. Vor allem mit meinem Vater weil ich ihm gegenüber ein besonders schlechtes Gewissen hatte, dass ich so aufblühe seit seine geliebte Mama gestorben ist.

Doch natürlich versicherte mir jeder, dass es okay ist. Meiner Familie geht es wie mir, wir vermissen sie aber die Erleichterung darüber dass sie nicht mehr leiden muss überwiegt einfach.

Irgendwann kam in meinem Kopf dann an, dass es okay ist. Dass es sogar wundervoll ist, dass alles wieder gut ist. Und seit dem habe ich so viel mehr Kraft, mehr Power, mehr Freude. Und kein schlechtes Gewissen mehr, dass mich am Vorankommen hindert.

Ich weiß nicht genau ob die Depression weiter in mir schlummert oder ob es wirklich an der meiner Oma lag die ich mitgefühlt habe. Ein Albtraum war es so oder so.

Aber ich habe viel gelernt während der letzten Jahre. Unter anderem, dass man manchmal lieber einfach gar nicht nachdenken sollte sondern auf sein Herz oder sein Bauchgefühl hören. Dass man in guten, schönen Zeiten nicht schon Angst davor haben sollte wann sie wieder vorbei ist. Sondern dass man sie genießen sollte. Voll und ganz!

Und um noch die roten Haare zu erklären,… ich wünsche mir genau diese Haarfarbe schon seit ich ein Teenager war. Doch auf dem Dorf ist das nicht so einfach. Ich hab mich schlicht und ergreifend nie getraut.

Aber wie schon erwähnt, ich habe viel dazu gelernt. Und zwar auch dass das mein Leben ist. Mein Körper. Und meine Entscheidung! Und dass es mir wirklich völlig egal ist was die anderen sagen.

Die braunen Haare waren schön. Süß. Lieb. Das bin ich auch. Aber eben nicht nur. Ich muss vielleicht einige enttäuschen, und zwar nicht nur online, sondern auch im RL, aber so brav wie alle glauben bin ich nicht.

Ich hab aber weil alle es erwartet haben immer versucht dem zu entsprechen. Da kann man sich ganz schnell, ganz schön gefangen fühlen im eigenen Körper.

Darum haben die roten Haare nicht nur den Effekt, dass ich endlich auch äußerlich der Mensch bin, der ich nun einmal bin, sondern den schönen Nebeneffekt, dass man mich nicht auf den ersten Blick schon als „brav“ abstempelt. In falschen Schubladen landet man nämlich leider immernoch viel zu schnell.

Meine Familie merkt das jetzt auch, denn Twitter hat mir gezeigt, dass es okay ist man selbst zu sein. Darum müssen sie jetzt die selbstbewusstere Version von der Nadine die sie kannten akzeptieren.

Nadine bin ich nicht mehr, war ich ehrlich gesagt nie. Ich kann dem Bild was alle von Nadine haben nicht entsprechen. Und jetzt will ich das auch nicht mehr.

Also, darf ich mich vorstellen? Ich bin Dina. Die echte, wahre Dina. Ohne Depressionen. Ohne Angst was die Leute denken. Ich hoffe ihr mögt mich auch glücklich. Das hoffe ich wirklich, denn einige von euch sind mir wirklich sehr ans Herz gewachsen. Aber wenn nicht, dann ist das auch okay.

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Jetzt liest sie auch noch? Eher nicht!

Ich habe heute mal wieder viel Mut aufbringen müssen. Denn ich habe ein kleines Märchen für eine Twitter-Herzmenschin geschrieben und um noch mehr Herz und Mühe in die Aktion hinein zu legen, habe ich es nicht schriftlich vorgetragen, sondern es auch noch vorgelesen.

Um zu verstehen wie viel Mut und Herz es braucht um das zu machen muss man ein paar Dinge über mich wissen. Zum Beispiel, dass ich meine Stimme hasse. Sie kennen ja meine Tante Erika nicht, aber die klingt genau so. Wie furchtbar.

Selbstzweifel sind doof. Es gibt tonnenweise Dinge die man an dem kleinen vorgelesenen Märchen kritisieren könnte. Ich hab zu schnell gelesen, zu blöd gespielt, das Märchen ist auch nicht so pralle uuuund und und,…

Es gab tausend Gründe die gegen die Veröffentlichung gesprochen haben. Aber dann waren da noch zwei kleine Gründe die dafür sprachen und die waren schon ziemlich wichtig. Punkt 1, grade weil es mir so schwer fiel, ist es ein um so größerer Beweis meiner Zuneigung. Und Punkt 2, ich glaube ich muss mal anfangen nicht so viel nachzudenken, sondern einfach zu machen was mir mein Herz sagt. Der Kopf muss mal lernen sich nicht immer einzumischen.

Ich find die Aufnahme immernoch doof. Aber es ist mir jetzt egal, weil es sich richtig angefühlt hat das einfach mal durchzuziehen.

Und wegen der Stimme von Tante Erika,… das ist nunmal meine Stimme. Entweder ich fange an sie zu mögen oder ich muss für immer schweigen. Und wer mich persönlich kennt würde sich darüber schlapp lachen.

Also ja, ich musste Mut aufbringen und das fühlt sich unterm Strich sehr gut an.

Es ist weit weg von perfekt, aber dafür ist es bis oben hin voll mit Liebe. ❤

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Wie ich auf den Markt ging und so viel mehr dort fand als Wurst und Gemüse,…

Ich war heute auf dem Wochenmarkt unserer kleinen süßen Stadt. Wenn Sie „es“ nicht wissen, dann denken Sie jetzt sicherlich: „Ja und?“ Wenn Sie „es“ aber wissen möchten, dann erzähle ich es Ihnen gern,…

Wo fange ich an? Dass ich unter ziemlich schlimmen Depressionen litt (irgendwie sehr abgeschwächt auch immer noch leide), haben sicherlich die meisten meiner Follower auf Twitter inzwischen mitbekommen.

Was viele wahrscheinlich nicht wissen, sich aber vielleicht schon dachten, Depressionen sind nicht mein einziges Problem. Kennen Sie diese Leute, die nicht vor die Tür gehen können, weil sie irgendwie Angst vor allem haben? Weil sie Panik bekommen obwohl das überhaupt nicht nötig wäre? So ein Mensch bin ich.

Vor etwa 15 Jahren fing es nach einem Trauma an und seit dem leide ich unter diesen Ängsten. Ich habe gekämpft, trainiert raus zu gehen, so hart, dass ich ohne Medikamente ein ganz normales Leben führen konnte. Arbeit, Familie, Freunde. Ich habe gelebt.

Wie das aber so ist mit Dingen die man trainieren muss, man muss im Training bleiben. Immer weiter machen auch wenn man von Angstattacken gequält wird.

In meiner besten Phase habe ich es so gut im Griff gehabt, dass ich nicht einmal mehr Angstattacken bekam. Dafür muss man jeden Tag raus, sein Leben leben.

Tja, und dann kamen die Depressionen. Depressionen die mich ein halbes Jahr völlig handlungsunfähig gemacht haben, in denen ich nur im Bett lag und verzweifelt die Hoffnung in mir wieder suchte. Ich fand sie. Aber nach einem halben Jahr war mein jahrelanges Training dann natürlich völlig dahin.

Ich habe dann erst einmal die Depressionen bekämpfen müssen. Das war ein harter Kampf, mich dann noch der Angst entgegen zu stellen habe ich nicht geschafft.

Inzwischen sind aber die Depressionen (auch dank Medikamenten) soweit im Griff, dass ich mich jetzt auch wieder der Angst stellen kann.

Das Gute ist, ich weiß wie es geht. Das Schlechte ist, ich weiß wie hart es wird.

Ich muss das tun, denn ich will ja schließlich mein Leben zurück. Und dass ich es kann weiß ich. Aus Erfahrung!

Einkäufe zu machen ist mittlerweile kein Problem mehr. Aber da werde ich ja auch aus Ermangelung eines Autos hin gefahren. Ich muss das also nicht alleine bewältigen. Auch zum Arzt, zur Apotheke, zur Post, überall werde ich hingefahren, begleitet. Und wenn ich mal nur eine Kleinigkeit brauchte, dann wurde mir das mitgebracht.

Das ist aber ein scheiß Gefühl, wenn man so viel Hilfe braucht. Und es ist meinem Vorankommen auch nicht förderlich, denn wenn ich nicht zwingend raus muss, dann hat die Angst die Möglichkeit mich zu besiegen.

Aber heute habe ich beschlossen dem ein Ende zu setzen.

Ich kann das verdammt nochmal! Es ist nur eine Frage des Trainings! Es muss endlich was passieren, ich will mein Leben zurück!

Und darum ging ich heute in die Stadt. Ein paar Erledigungen machen, die ich sonst wahrscheinlich jemand anderen hätte für mich machen lassen.

Und ich war extra heute, denn wenn Wochenmarkt ist, dann ist die Stadt brechend voll. Und wenn ich das schaffe, dachte ich, dann kann ich wieder alles alleine erledigen. Dann bin ich wieder frei!

Was soll ich sagen? Ich habe es geschafft!

Ich weiß ja wie es geht. Wenn die Angst, die Panik kommt, dann ignorier sie, mach einfach weiter. Und um Gottes Willen fang nicht an dich zu beeilen um schneller nach Hause zu können, dann gewinnt die Angst. Denk dir „du kannst mich mal“ und mach einfach weiter!

Und so genoss ich die Sonne und meinen kleinen Ausflug, man ich hatte völlig vergessen wie toll es in der Stadt riecht. Vorbei am Blumenladen, am Schlachter, am Cafe,… herrlich dieser Kaffeeduft, das klappernde Geschirr der Gäste,…

Ich erledigte erst was ich zu erledigen hatte und dann, trotz einer fetten Panikattacke, schlenderte ich an den Ständen vorbei, sah mir den ein oder anderen genauer an, kaufte was,…

Und wisst ihr was? Es funktioniert noch! Wenn man die Angst ignoriert verschwindet sie.

Klar musste ich mit den Nebenwirkungen kämpfen,… Zittern, Atemnot, Panik, Bauchweh,… aber so eine Angstattacke dauert meist nicht länger als 15 Minuten, dann hat man Pause. Und da hab ich dann einfach alles um mich herum so genossen, die Freiheit die ich so vermisst habe so in mich aufgesogen, dass danach auch gar keine Angstattacke mehr kam. Ich habe sie traurig davon huschen sehen.

Jetzt sitze ich hier, schreibe diesen Blog-Artikel und werde nachträglich, ja die Angst ist nachtragend, von Panikattacken geschüttelt. Aber das ist okay. Erstens war es das wert und zweitens, werd ich so hart trainieren, dass diese verdammte Angst sich nen anderen suchen kann! Ich will jetzt endlich mein Leben zurück. Und jetzt habe ich die Kraft dazu!

Also,… jetzt wisst ihr es,… ich war heute auf dem Wochenmarkt!

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Ich liebe Hefeteig! Ihr auch? Hier meine liebsten Rezepte:

In den letzten Monaten habe ich den Hefeteig für mich entdeckt. Und mich dann auch sofort gefragt wieso erst so spät? Hefeteig ist toll! Und so vielseitig! Und weil man so viel damit machen kann und ich mich nicht entscheiden konnte welches Rezept ich in einem Blog-Artikel an euch weiter geben will, dachte ich, ich teile alle! Also, hier meine liebsten Rezepte mit Hefeteig. Viel Spaß beim ausprobieren, lasst es euch schmecken!

Käsebrötchen

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Zutaten für 8 Brötchen:

  • 400g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1TL Salz
  • 1TL Zucker
  • 250ml sehr warmes Wasser
  • 1 Paket geriebener Gouda (oder Käse nach Wahl)
  • 1 Eigelb
  • etwas Milch

Als erstes vermischt ihr die trockenen Komponenten. Wirklich, vermischt es, denn die Hefe muss sich gut in der Mischung verteilt haben und das klappt nicht mehr wenn das Wasser schon drin ist. Vom Käse allerdings nur 150g, den Rest benötigt ihr zum drüber streuen. Anschließend gebt ihr das Wasser dazu. Warm reicht nicht, ich habe festgestellt, Hefeteig geht besser auf wenn man sich beim kneten fast die Hände verbrennt. (Aber bitte wirklich nur fast!) Das Eigelb braucht ihr erst später zum einstreichen der Brötchen.

So, jetzt knetet ihr los. Wenn der Teig zu sehr an den Händen klebt dürft ihr noch ein bisschen Mehl dazu tun, aber eigentlich müsste es so hinhauen. Aber knetet den Teig schön glatt. Lieber zu lange als zu kurz, die Brötchen sollen ja schön werden.

Wenn ihr fertig seid, rollt ihr acht gleich große Bälle aus dem Teig und verteilt diese auf einem Blech (Backpapier nicht vergessen).  Streicht die Bälle schön mit Eigelb ein. Ich empfehle einen Silikonpinsel, der verliert nämlich keine Haare.

So, und jetzt schiebt ihr das Blech in den Ofen. Stellt ihn auf Umluft und 50°C und dann lasst ihr den Teig im Ofen mindestens 30 Minuten gehen.

Wenn die 30 Minuten um sind holt ihr euch das Blech kurz raus und streut den restlichen Käse über die Brötchen. Dann schiebt ihr sie wieder rein und erhöht die Temperatur auf 175°C.

Jetzt kommt es auf euren Ofen an. 20-25 Minuten braucht meiner um die Brötchen fertig zu backen. Beobachtet sie einfach, wenn sie die gewünschte Farbe erreicht haben könnt ihr sie raus nehmen.

Übrigens kann man die fertigen Brötchen super einfrieren. Wenn man sie essen möchte einfach gefroren bei 50°C Umluft auftauen lassen und dann warm, wie grade frisch gebacken, genießen.

 

Bagels

Zutaten für 8 Bagels:

  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 TL Zucker
  • 100 ml Milch
  • 2 EL Öl
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz
  • 200 g Mehl

Also, erst einmal setzt ihr einen Topf mit Salzwasser auf (als wolltet ihr Nudeln kochen). Dann müsst ihr wieder die trockenen Komponenten vermischen (Hefe, Zucker, Salz und Mehl). Die Milch erwärmt ihr in einem Topf und schmelzt darin die Butter. Die buttrige, warme Milch gebt ihr dann zum Teig, das Öl und vom Ei das Eigelb nicht vergessen. Das Eiweiß hebt auf, das werdet ihr noch brauchen. (Wir schmeißen ja nichts weg, gell?)

Jetzt knetet ihr den Teig schön glatt, wenn er zu sehr klebt könnt ihr ruhig noch etwas Mehl dazu geben. Wenn er schön glatt ist, teilt ihr ihn in acht gleich große Teile. Rollt einen Ball und stecht dann mit einem Kochlöffel oder etwas ähnlichem ein Loch hinein und weitet das Loch auf etwa 5 cm. Dann gebt ihr den Bagel mit Hilfe einer Schaumkelle in das kochende Salzwasser und wartet 1 Minute. Anschließend könnt ihr ihn wieder heraus nehmen und auf das Blech legen. Das macht ihr mit allen Bagels so. Wenn sie auf dem Blech liegen kommt das aufgehobene Eiweiß zum Einsatz, damit streicht ihr die Bagels nämlich ordentlich ein.

Ihr kommt um den Teil mit dem kochenden Salzwasser leider nicht herum, ich habe es versucht das weg zu lassen, aber dann werden die Bagels halt nicht wie soll ich sagen, bagelig? Na ja ihr solltet es jedenfalls mit machen und den Schritt nicht überspringen.

Jetzt schiebt ihr das Blech also in den Ofen, wieder 50°C und wieder 30 Minuten gehen lassen. Wenn ihr den Eindruck habt sie sind nicht gut genug aufgegangen könnt ihr sie auch eine ganze Stunde gehen lassen. Anschließend wie gewohnt auf 175°C hoch stellen und zu Ende backen. Es kommt wie im vorherigen Rezept schon erwähnt, auf den Ofen an. Meiner braucht 25 Minuten. Achtet einfach gut auf euer Gebäck dann verbrennt auch nix.

Auch die Bagels kann man übrigens super einfrieren und bei 50°C Umluft auftauen. Dann schmecken auch sie, wie grade frisch gebacken.

 

Pizzateig (der Beste!!!)

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Zutaten für 1 Blech:

  • 450 g Mehl
  • 250 ml warmes Wasser
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 2 EL Öl
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Knoblauchpulver

Ihr kennt das ja schon, erst vermischt ihr die trockenen Komponenten, dann kommt der Rest dazu. Knetet einen glatten Teig und lasst ihn in einer geschlossenen Schüssel eine halbe Stunde gehen. Trick 17 von Mutti: Lasst die Schale mit dem Teig in heißem Wasser schwimmen, dann geht der Teig super auf.

Anschließend könnt ihr mit dem Teig jede Variante von Pizza machen die ihr wollt. Entweder ein ganzes Blech, oder zwei klassisch runde Pizzen. Oder ihr schnappt euch einen Ravioli Maker und macht euch Mini-Gefüllte. Oder ihr stecht mit einem Plastikbecher oder Glas kleine Kreise aus und macht euch Minipizzen. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt!

 

Süße Hörnchen

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Zutaten für 8 Stück:

  • 250 g Mehl
  • 100 g Milch
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 35 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 TL Zitronensaft
  • 35 g Butter

Bevor wir mit dem Rezept starten, dass ihr euch nicht wundert, ich lasse das Rezept für die süßen Brötchen die mit auf dem Bild sind weg, weil die nicht so pralle waren. Aber jetzt gehts los, machen wir Hörnchen!

Wie in den vorherigen Rezepten vermischt ihr auch hier die trockenen Komponenten miteinander. Die Milch erwärmt ihr wieder und schmelzt die Butter darin. Jetzt gebt ihr alles außer das Eiweiß der beiden Eier zum Teig und knetet alles schön glatt. Schmeißt das Eiweiß nicht weg, wir brauchen es noch!

Rollt den Teig jetzt rund aus, (muss nicht perfekt Rund sein, es werden ja eh Hörnchen davon geformt) und schneidet ihn dann wie eine Torte in acht Teile.

Nun rollt ihr die Dreiecke von der Außenkante des Kreises zusammen zur Spitze und,… na ja ihr wisst ja wie Hörnchen aussehen. Verteilt die Hörnchen jetzt auf ein Backblech (mit Backpapier natürlich) und streicht sie großzügig mit dem Eiweiß ein.

Anschließend lasst ihr das Ganze dann wieder eine halbe Stunde bei 50°C Umluft (oder eine Stunde wenn ihr findet die Hörnchen brauchen noch etwas mehr Volumen) gehen und schaltet dann den Ofen wieder hoch auf 175°C um die Hörnchen fertig zu backen.

Auch ungefähr 20-25 Minuten, aber achtet lieber auf das Gebäck.

Und auch die Hörnchen kann man einfrieren und bei 50°C Umluft auftauen.

Ihr seht, bei Hefeteig wiederholt sich im Grunde alles.

 

Demnächst gibt es noch einen Artikel über Blechkuchen, Franzbrötchen und Brot. Ich sag ja, Hefe ist vielseitig.

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Jetzt kocht sie auch noch!

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